Die Macht der Entscheidung

September 5, 2019

Jeden Tag treffen wir mehrere Tausend Entscheidungen, egal, ob aus Vergnügen oder Verpflichtung. Die wenigsten davon bewusst. Dabei machen Entscheidungen unser Leben aus: egal ob privat, oder beruflich - sie erzeugen jedes Mal einen neuen Abzweig unseres Lebensweges und bestimmen den neuen Kurs. 

 

 

„Durch unsere Entscheidungen definieren wir uns selbst. Allein durch sie können wir unseren Worten und Träumen Leben und Bedeutung verleihen. Allein durch sie können wir aus dem, was wir sind, das machen, was wir sein wollen.“

 

 

Ein möglicher Ursprung des Wortes „Entscheidung“ ist derjenige, dass das Schwert zum Kampf gezogen wird (ent-scheiden). Dieses Bild gibt Aufschluss, über die Tragweite einer solchen Tat. 

Wenngleich der „klassische Kampf“ weitestgehend aus unserem Alltag verschwunden ist, verändert eine Entscheidung auch heute teilweise radikal unser Leben.

 

 

„Vermeide den Kampf um jeden Preis. 

Wenn das nicht geht, kämpfe um jeden Preis.“

 

 

Aber wann haben wir das gelernt? Wie entscheide ich denn „richtig“? 

Entscheidet der Kopf? Das Bauchgefühl? Was möchte ich mit der Entscheidung überhaupt erreichen? Und auf welcher Grundlage? Entscheide wirklich ich, oder nur gewohnheitsgemäß, aus Bequemlichkeit, oder weil es so erwartet wird? 

Sind es vielleicht Einschränkungen/Regeln bzw. vorgefertigte Auswahl-Optionen (wie Gerichte auf einer Speisekarte, aus denen ich nur auswählen kann), die mir die Entscheidung abnehmen?

 

 

„Mach doch, was du willst – aber wirklich!“

 

 

Die Entscheidung, nichts zu tun, ist voll in Ordnung. Abwarten, neue Zeiten - neue Möglichkeiten.

Gefährlich wird es, wenn wir es uns zur Gewohnheit machen und zu oft den Aufwand scheuen, eine Handlungsentscheidung aufschieben, oder die Verantwortung vermeiden wollen.

 

 

"Es gibt keinen Erfolg ohne Fehler. Der größte Ruhm besteht darin, immer wieder aufzustehen - nicht, niemals zu fallen!“

 

 

Ich kann durch Entscheidungen mein Leben aktiv mitgestalten (sonst wäre mein Weg ja von vornherein festgelegt, bzw. wäre ich ein Spielball derer, die für mich entscheiden). 

Dazu muss ich mich meiner „realen“ Umwelt stellen und nicht der „Wunschwelt“, wie ich es gerne hätte, oder es angenehm wäre darin zu leben.

 

 

„In Momenten, in denen du Entscheidung triffst, bestimmst du deinen Lebensweg.“

 

 

 

Vorschlag für die Praxis (siehe Abbildung):

 

Um gute, situationsadäquate Entscheidungen zu fällen, muss ich wissen, wer ich (jetzt gerade) bin, mit all meinen Stärken, Schwächen, Macken und Eigenheiten. Je klarer und ehrlicher ich diese für mich erkenne, desto besser werden meine Entscheidungen zu mir und meinem Lebensweg passen.

Die Entscheidung, welche ich treffen möchte, sollte maßgeschneidert auf mich sein und mich glücklich machen - nicht nur in einer fernen, fiktiven Zukunft, sondern genauso im Jetzt. 

Entscheidungen zu fällen kann ich natürlich im Großen üben (Was möchte ich studieren? Wechsel ich den Verein? Kaufe ich dieses Grundstück? etc.). Hier ist es unumgänglich, dass eine Entscheidung fallen wird. Empfehlenswert ist es aber genauso, kleine Entscheidungen zu trainieren. 

Natürlich reicht das Entscheiden allein nicht - eine entschlossene Umsetzung/Durchführung muss daran anknüpfen. Dafür brauche ich ausreichend Willensstärke, um die Entscheidung auch gegenüber Hindernissen umzusetzen. Dazu gehört es auch, dass ich verstehe, dass ich nicht allein auf der Welt bin. Mein Tun hat Konsequenzen auf mich und meine gesamte Umwelt. Es ist klar, dass ich es nicht allen Recht machen kann - umso wichtiger ist es, dass meine Absicht stimmt und ich bereit bin mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

 

 

„Harte Arbeit und fester Glaube.“

 

 

Das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit (besonders im Kleinen) zu erfahren und zu kultivieren hilft immens bei allen Entscheidungen, die ich noch treffen werde. 

 

Beispiele für kleine bewusste Entscheidungen (plus die Umsetzung - logisch):

  • Aufstehen und etwas trinken.

  • Innehalten und einmal Atmen.

  • Innehalten und die Position wechseln.

  • JETZT einen kleinen Teil vom Aufgabenberg tun - nicht aufschieben.

  • Eine Bewegungs-Einheit (egal wie kurz) vor dem Frühstück.

 

 

 

 

Anregungen zum Treffen (schwieriger) Entscheidungen:

 

  • Nutze die 10-10-10 Regel

    • Wie werde ich mich mit dieser Entscheidungen arrangieren: in 10 Minuten - in 10 Monaten - in 10 Jahren? Werde ich es bereuen?

  • „Was für ein Mensch möchte ich sein?“ (Welche Gründe sind für mich wichtiger?)

  • „Was würden wohl 99% der Anderen in diesem Moment tun? Möchte ich dazu gehören?“

  • Höre auf deinen Kopf UND auf dein Bauchgefühl!

  • Nutze das Pareto-Prinzip! (Finde den Weg der Umsetzung, damit 80% des Ergebnisses mit 20% des Gesamtaufwandes zu erreichen ist.)

  • Beziehe andere ich deinen Entscheidungs-/Umsetzungsprozess mit ein!

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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